Ab 1. Januar 2014: Achtung Vermieter! Wärmezähler sind nun gesetzlich vorgeschrieben

Ab Anfang 2014 muss bei Zentralheizungen die für die Warmwasseraufbereitung benötigte Energie mit Wärmezählern erfasst werden. Eine bisher zulässige rechnerische Ermittlung ist dann nicht mehr erlaubt. Eine Ausnahme gilt nur bei Gebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen eine der Vermieter selbst bewohnt, § 2 der Heizkostenverordnung

Gemäß der seit 2009 gültigen Novelle der Heizkostenverordnung soll durch die Einbaupflicht von Wärmezählern der Energieverbrauch allgemein gesenkt werden. Gemäß § 9 Abs. 2 Heizkostenverordnung muss für Heizanlagen, die Heizwärme und Warmwasser bereitstellen, der Energieeinsatz für die Warmwasseraufbereitung mit einem Wärmezähler erfasst werden. Eine Ausnahme ist nach § 9 Abs. 2 S. 2 der Heizkostenverordnung nur dann möglich, wenn der Einbau eines Wärmezählers einen unzumutbar hohen Aufwand verursachen würde.

Die neue Regelung gilt für alle vermieteten Wohn- und Gewerbeimmobilien mit verbundenen Heizanlagen. Ohne Anwendung eines Wärmezählers ist eine Heizkostenabrechnung fortan nicht mehr gesetzeskonform und von Mietern anfechtbar. Die Installation von Wärmezählern bietet aber den Vorteil, dass die entstehenden Energiekosten für die Warmwasseraufbereitung zukünftig wesentlich genauer zugeordnet werden können.

Wichtig: Die Installation von Wärmezählern muss jedoch vor Beginn des Abrechnungszeitraumes 2014, das heißt noch im laufenden Jahr 2013, erfolgen.

Der Einbau der Wärmezähler sollte immer durch Fachhandwerker erfolgen. Es empfiehlt sich, rechtzeitig zu planen und eventuell notwendige Installationsarbeiten an Ihrer Heizungsanlage gleichzeitig mit dem Einbau eines Wärmezählers zu verbinden. Kommen Sie als vermietender Eigentümer Ihrer Einbaupflicht nicht nach, wäre Ihre Abrechnung nicht mehr gesetzeskonform und damit von Ihren Mietern anfechtbar. Ihre Mieter könnten dann die Abrechnung um bis zu 15 Prozent kürzen.

Sind Montage und Nutzung eines Wärmezählers für Sie nur mit einem unzumutbar hohen Aufwand möglich, so dürfen Sie den Energieverbrauch mittels der in der Heizkostenverordnung vorgegebenen Berechnungsformel ermitteln